Mission

Neudorfs – immer noch Missionare!

Neudorfs sind zurück aus Äthiopien! Diese Neuigkeit hat sich inzwischen herumgesprochen. Allerdings ist so manch eine(r) irritiert: Warum sieht man dann Susanne ein halbes Jahr so gut wie gar nicht? Und Andreas taucht immer wieder irgendwo auf – dann aber vermisst man ihn wieder über ein paar Wochen, in denen er wie »untergetaucht« erscheint … Was ist bloß los?

Wir haben diese Fragen zum Anlass genommen, einmal genauer nachzuforschen, wie es den Neudorfs nach ihrer Rückkehr nun eigentlich so geht.

Habt ihr euch inzwischen wieder gut in Deutschland eingelebt und den Kulturschock überstanden?

Susanne: Ich bin noch voll dabei. Das hängt damit zusammen, dass ich erst mal noch für fünf Monate in England war. Und dann habe ich gemerkt, dass mir einfach Äthiopien noch gefehlt hat. Inzwischen fühle ich mich hier aber wieder richtig wohl. Andreas: Ich genieße Deutschland nach wie vor in vollen Zügen. Eigentlich hatte ich noch nie einen Kulturschock …

Was war eigentlich im letzten Jahr bei euch so los??

Andreas: Ich arbeite weiterhin für Wycliff, jedoch für die Region Kaukasus. Meine Aufgabe liegt im Bereich Projektmanagement. Ganz praktisch heißt das, dass ich in der Betreuung von 9 Projekten in dieser Region arbeite. Dabei geht es um Dinge wie Planung, Monitoring und auch Berichterstattung gegenüber den Geldgebern. Viele der anliegenden Arbeiten kann ich von hier aus per E-Mail oder Skype erledigen, aber immer wieder reise ich auch dorthin, um Dinge vor Ort zu klären.

Susanne: Ich habe mich auf mein Studium »Linguistik für Übersetzer« vorbereitet. Von Januar bis Juni war ich zu den Vorlesungen und Prüfungen in England und momentan bin ich dabei, meine Masterarbeit zu schreiben.

Was ist der Zweck deines Studiums?

Susanne: Da wir vorhaben, irgendwann wieder auszureisen, brauche ich diese Qualifikation, um eine Arbeitsgenehmigung zu erhalten. Auch hat mich Wycliff Äthiopien gebeten, eine Textanalyse der Bertha-Sprache, die wir ja erforscht haben, zu erstellen. Dies ist eine wichtige Grundlage für die zukünftige Bibelübersetzung. Genau darum geht es in meiner Masterarbeit. Die notwendigen Sprachdaten habe ich in den Jahren zuvor gesammelt und kann sie jetzt bearbeiten.

Susanne arbeitet also für Äthiopien und Andreas für den Kaukasus. Ist das auf lange Sicht so geplant?

Susanne: Nach meiner Einschätzung hoffe ich, in einem Jahr die Masterarbeit und nach einem weiteren Jahr auch das Projekt abgeschlossen zu haben. Dann werde ich mich auch Richtung Kaukasus orientieren. Spätestens ab dann haben wir vor, dorthin auszureisen.

Herzlichen Dank, liebe Susanne und Andreas für das Interview

Das Interview führten Beate Kolly und Ingeborg Kusch

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