„Israelsonntag“ – was steckt dahinter?
Feiern wir einen Gottesdienst für den Staat Israel? Nein – auch wenn dieser so gefährdete Staat unsere Gebete und auch unsere Solidarität benötigt. Kritische Rückfragen an die aktuelle Regierung sind allerdings auch legitim – durchaus im Einklang mit einem großen Teil der israelischen Bevölkerung, die sich ebenfalls nicht zurückhält, oppositionelle Kritik gegenüber der Netanyahu-Koalition zu äußern. Denn im Gegensatz zu den arabischen Staaten ist in Israel Regierungskritik erlaubt!
Aber nochmals zum „Israelsonntag“. Seit etwa 70 Jahren feiern wir jeweils am 11. Sonntag nach Pfingsten einen Sonntag, der sich speziell dem Thema „Verbundenheit mit dem Judentum“ widmet. Denn „Israel“ ist der biblische Name für das jüdische Volk. Und mit diesem Volk sind wir als Christen sehr eng verbunden! Es ist ein zentraler
Teil der Heilsgeschichte Gottes mit der Menschheit, ihm verdanken wir Jesus, den Messias („Christus“), aber auch zentrale Errungenschaften der Menschheitsgeschichte wie das Alphabet, den Ein-Gott-Glauben (im Gegensatz zum Polytheismus und Dualismus), einen prophetisch-kritischen Umgang mit Regierenden und, nicht zuletzt, auch die Gleichheit der Menschen vor Gott – sprich: die Basis der allgemeinen Menschenrechte. Das alles gilt es zu feiern!
Herzliche Einladung zum Gottesdienst am 9. August, um 10 Uhr mit Musikteam und Pfarrer Rostan