Wer regelmäßig unsere Gottesdienste besucht, kennt das vielleicht: Man hört zwar, was vorne geschieht – aber manches klingt ein bisschen verschwommen, einzelne Worte gehen unter, und gerade Menschen mit Hörproblemen hatten es teilweise wirklich schwer, Ansagen, liturgische Texte oder auch ganze Predigten gut zu verstehen. Kurz gesagt: Laut war die Anlage meistens schon. Aber nicht immer klar.

Schon seit Jahren erreichten uns deshalb Rückmeldungen aus der Gemeinde. Und irgendwann war klar: Da müssen wir ran.
Also hat sich unser Technikteam in zahlreichen Sitzungen, Gesprächen und WhatsApp-Chats auf die Suche gemacht. Ein ganz wesentlicher Anstoß kam dabei übrigens von Bernd Schilling, der auf diesem Gebiet ein echter Experte ist. Und wer einmal erlebt hat, wie kompliziert Kirchenakustik ist, der weiß: Das ist ein kleines Wissenschaftsgebiet für sich. Hohe Decken, lange Nachhallzeiten, viele verschiedene Lautsprecher – da kann der Klang schnell „matschig“ werden, wie die Fachleute sagen.
Die neue Anlage sollte nicht nur für Predigten und Sprache glasklar sein, sondern gleichzeitig auch Musikteams gut unterstützen. Und natürlich sollte das Ganze irgendwie noch bezahlbar bleiben. Denn guter Kirchensound kostet normalerweise schnell Summen, bei denen einem schwindelig wird. Doch dann kam plötzlich dieses Angebot: Eine gebrauchte Anlage aus einer Klosterkirche in Bamberg, hergestellt von der Firma Fohhn – gewissermaßen der Mercedes unter den Kirchenlautsprechern! Die Firma aus Nürtingen beliefert weltweit Kongresshallen, Auditorien, Museen und eben auch Kirchen. Das Besondere an diesem System: Sie arbeiten mit vielen kleinen Einzellautsprechern, die in schlanken Tonsäulen übereinander angeordnet sind. Jeder einzelne davon kann exakt eingestellt werden. Dadurch erreicht der Klang den Raum viel gleichmäßiger. Ohne störendere Überlagerungen, mit weniger Hallbrei und mehr Klarheit. Oder einfacher gesagt: Man versteht plötzlich wieder, was vorne gesprochen wird.


Dank der Gebrauchtbörse kostete uns das System nun statt ungefähr 60.000 Euro „nur“ noch 11.000 Euro (plus eine noch ausstehende Rechnung der Fohhn-Profis, die die Anlage nach unserer Montage exakt eingestellt haben). Möglich wurde das alles dank der Mitarbeit durch unseren Mesner Frank Hermann und den ehrenamtlichen Einsatz unseres Technikteams, das viele Arbeiten selbst übernommen hat.
Und das Ergebnis? Die ersten Rückmeldungen sind ziemlich eindeutig: Klingt gut!
DANKE an alle Beteiligten! Und an alle, die gerne zur Finanzierung dieses Projektes beitragen wollen.