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Ein musikalischer Applaus an unseren Schöpfer

„Danke!“ – dieses Wort lag spürbar in der Luft, als sich nach dem Konzert die Türen der Kirche öffneten und die Besucher hinausströmten. Danke für ein musikalisches Erlebnis, das unter die Haut ging. Danke für den Klang und den Schwung wunderbarer Musik.

Zur Aufführung kam Joseph Haydns „Die Schöpfung“ – ein Werk, das bis heute ins Staunen versetzt. Wie schade, dass wir Haydn selbst nicht mehr danken können – für diese Musik und für seine so berührende Idee, den Jubel des Himmels über Gottes Schöpfung in Töne zu fassen.

An diesem Abend war genau das zu hören. Der Chor ließ etwas aufscheinen von diesem „Sound des Himmels“ – von der Freude an der Schönheit unserer Welt, die schon lange vor uns Menschen in Gottes Ewigkeit zu hören war… Unsere Kantorei Collegium vocale überzeugte mit großer Geschlossenheit, Klarheit und Ausdruckskraft – hörbar geprägt durch die Stimmbildung von Beate Pommranz.

Die Solisten Johanna Pommranz, Georg Benz und David Krahl (+ Anne Heller im Schlusschor) verliehen den biblischen Figuren Stimme und Gestalt. Mit leuchtender Virtuosität und spürbarer innerer Beteiligung ließen sie die Engel Gabriel, Raphael und Uriel vor den Augen und Ohren der Zuhörer lebendig werden.

Ein kleines Augenzwinkern durfte dabei auch nicht fehlen: Beim Duett von Adam und Eva ging ein Schmunzeln durch die Reihen. Der über 200 Jahre alte Text passt nicht mehr ganz in heutige Rollenbilder – aber Eva wusste sich zu helfen: Johanna Pommranz sang ihre vermeintliche Ergebenheit gegenüber dem Führungsanspruch des Mannes mit einer derart kraftvollen, brillanten Koloratur, dass ziemlich klar wurde, wer hier tatsächlich den Ton angibt.

Das Martinskollegium Pfullingen als Orchester sorgte in dem gut besuchten Konzert für einen transparenten, fein abgestimmten Klang. Mal lebendig, mal getragen, ließ das Ensemble viele Details der Partitur neu aufleuchten.

Die musikalische Gesamtleitung lag bei Gerald Pommranz, der das große Ganze souverän zusammenhielt und zugleich Raum für die vielen feinen Nuancen ließ.

Nach dem Applaus ging das „Danke“ weiter – über die Ausführenden hinaus. Ja, auch ein symbolisches Danke an Joseph Haydn. Und an die Sponsoren und Spender, die ein solch umfangreiches, aufwändiges Projekt möglich gemacht haben!

Und nicht zuletzt: Danke an unseren Gott, den Schöpfer, dem dieses Werk voller Staunen gewidmet ist.

Peter Rostan

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